Serie: Legacy Evolution
Fraktion: Decpticon
Kategorie: Deluxe
Jahr: 2023
Vorwort: Erinnert Ihr Euch noch an die Zeit, wo die Transformers allesamt Jungs-Bots waren und nur diese lahmen Go-Bots ein paar Mädchen-Bots dabei hatten? Und als dann die Autobots auch ein paar Mädchen-Bots an Bord holten, waren zumindest die Decepticons noch ein reiner Männerverein? Nun ja, diese Zeiten sind vorbei, denn auch bei den Decepticons gibt es heutzutage Girl-Power. Wie Shadow Striker, die so ein wenig wie Crasher von den Renegades ist, nur mit weniger Lachen und mehr Töten. Also, los geht’s!
Robotermodus: Fangen wir mal mit einem interessanten Detail an. Die originale Universe (2003) Shadow Striker Figur war ein Retool von Robots in Disguise (2001) Sideburn. Und diese Legacy Evolution Figur hier kam in 2023 raus (20. Geburtstag, jippie!), nur um ein Jahr später zu Legacy United Sideburn retooled zu werden. Damit dürfte Shadow Striker den Kreis geschlossen haben.
Nun war Shadow Striker zwar schon immer ein weiblicher Charakter, aber sie hat jetzt nie einen traditionell weiblich geformten Transformers Body gehabt. Keine High Heels, keine Kurven, kein Lippenstift. Sie ist außerdem ganz klar ein Auto-Former, zum einen zeigt das der Motor auf der Brust (kein Fake Part, ist tatsächlich der aus dem Automodus), sowie die Räder an den Schenkeln und am Rücken. Außerdem trägt sie Dach und Scheiben des Autos als einen Schild am rechten Arm. Obwohl sie als Cyberverse Shadow Striker verkauft wird, ähnelt die Figur doch deutlich mehr der Universe Inkarnation und damit auch RID Sideburn. Außer dem Kopf, denn der ist ziemlich nahe am Look des Cyberverse Charakters.
Die Beweglichkeit ist gut, keine Beschwerden, nur eine kleine Besonderheit. Die Schultern sind nicht mit dem Torso verbunden, sondern stattdessen an den Rädern an ihrem Rücken. Das schränkt die Beweglichkeit nicht ein, aber wenn man sie die Arme anheben oder ausbreiten will, muss man das Gelenk etwas anders bewegen, als man intuitiv denken würde. Kein Fehler, wie gesagt, nur eine Besonderheit. Und was ich noch anmerken möchte: das große Schild am Arm und die Cape-artigen Autotüren am Rücken lassen die Figur deutlich gedrungener erscheinen, als sie es tatsächlich ist.
Shadow Striker trägt einen Blaster als Waffe, der außerdem als so eine Art Kurzschwert dienen kann. Außerdem kann die Stoßstange des Autos vorne drangesteckt werden, damit es wie eine Art Armbrust aussieht. Auch hier eine Hommage an Universe Shadow Striker bzw. RID Sideburn. Wer die Stoßstange nicht am Blaster will, der kann sie an den linken Unterarm stecken. Der Blaster kann an einem der Türpaneele auf dem Rücken verstaut werden.
Unterm Strich für den Robotermodus: ziemlich cool. Die Ähnlichkeit mit Cyberverse Shadow Striker beschränkt sich zwar auf die Farben und den Kopf, um ehrlich zu sein, der Rest ist mehr Sideburn. Insgesamt aber eine nette Figur. Keine Revolution, aber gut.
Alternativmodus: Wo der Robotermodus deutlich mehr an Universe Shadow Striker erinnert, da ist das Auto deutlich näher an dem Modell, in das sie sich in Cyberverse verwandelte. So eine Art Mischung aus der alten Dodge Viper und einem futuristischen Sportwagen. Die Transformation ist jetzt nicht wirklich schwer, das einzige etwas nervige ist, das Dach so oben draufzuklicken, dass es nicht vom Arm abspringt.
Das Auto sieht recht cool aus mit dem großen Motorblock vorne auf der Haube und es gibt keine sichtbaren Roboterteile. Okay, nicht ganz. Guckt man von unten drauf, dann fällt es schwer nicht die Roboterbeine zu erkennen, und wer ganz genau hinguckt, der erspäht hinter der rotgetönten Windschutzscheibe auch Shadow Strikers Kopf. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Ein Kumpel von mir würde jetzt vermutlich noch die Clip-Räder bemängeln, aber dank bemalter Felgen fällt das kaum auf.
Leider kein Platz, um den Blaster zu verstecken, man kann ihn lediglich oben auf dem Dach montieren. Okay, technisch gesehen kann man ihn auch in die hintere Stoßstange stecken, aber das sieht einfach nur blöd aus. Somit unterm Strich, ein recht cooler Automodus, deutlich näher dran an der Cyberverse Version des Charakters, und keine nennenswerten Fehler.
Bemerkungen: Die längste Zeit gab es bei den Decepticons keine Frauen. Oh, es gab jede Menge Fanfiction, oft mit einem weiblichen Seeker mit dabei, aber nichts Offizielles. In der Biest Ära dann gab es die ersten weiblichen Schurken, in Animated bekamen wir einen weiblichen Seeker, und endlich dann in Cyberverse gab es sogar mehrere weibliche Decepticons und es waren sogar einige davon keine Seeker. So auch Shadow Striker, die ihren Namen bis in die 2003er Universe Reihe zurückverfolgen kann, aber bis zu ihrem Auftritt in Cyberverse nicht wirklich Charaktertiefe besaß. Hier war sie ein von Bumblebee als tot zurückgelassener Decepticon, der von Shockwave wieder zusammengestückelt wurde und seitdem als Frankenstein-artiges Monster nach Rache dürstet.
Ich hab Shadow Striker ursprünglich liegen lassen, als sie rauskam, aber als vor einiger Zeit so einige Legacy Figuren auf Amazon reduziert waren, habe ich dann doch mal zugegriffen. Ich habe jetzt keine besondere Affinität zu dem Charakter, aber sie hatte eine interessante Rolle in Cyberverse, ich hab‘ gute Erinnerungen an die 2003er Universe Reihe, und sie ist außerdem eine anständige Deluxe-Klasse Figur. Sie ist sicherlich kein Muss, aber eine anständige Transformers Figur. Kein Bedauern, sie gekauft zu haben.
So mit unterm Strich: keine Revolution, aber wer auf coole Auto-Transformer, weibliche Bösewichter, oder obskure Charaktere mit ein wenig interessanter Hintergrundgeschichte steht, der darf sich Shadow Striker gerne mal näher angucken.
Gesamtnote: 3+
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